Ins Rollen bringen - Mobilität in den Alpen weiterdenken
CIPRA Jahresfachtagung am 16. und 17. Oktober 2026 in Bozen/I. Wie viel Individual- und Transitverkehr verträgt der Alpenraum eigentlich? Und wer bezahlt den Preis dafür? Mehr Verkehr bedeutet nicht nur Komfort, Wahlfreiheit und wirtschaftliche Dynamik, sondern auch mehr Lärm, schlechtere Luft, Flächenverbrauch und einen tiefen Eingriff in das Alltagsleben der Menschen vor Ort. Während Besucher:innen, Güter und Pendelnde immer grössere Strecken immer schneller zurücklegen, werden gute Lebensqualität, Ruhe und Raum im „Durchfahrtskorridor Alpen“ immer knapper. Zudem durchschneiden mehr Strassen- und Eisenbahnlinien die Lebensräume von Wildtieren.
Weitere Meldungen
Michael Gams
Transitverkehr reduzieren: Brenner-Demo setzte ein Zeichen
Ruhe statt Verkehrskollaps: Der 30. Mai 2026 war ein ungewöhnlich ruhiger Samstag am Brennerpass, das befürchtete Verkehrschaos angesichts der angekündigten Demonstration und zeitweisen Sperre der Brennerautobahn blieb aus. Rund 5‘000 Demonstrierende setzten ein deutliches Zeichen für die wachsende Betroffenheit der Bevölkerung entlang der Transitrouten. Die Protestaktion zeigte einmal mehr, wie notwendig wirksame Massnahmen zur Reduktion des Transitverkehrs sind.
Maya Mathias-Seger, CIPRA International
20 Jahre Jugendparlament
Turbinen im Trinkwasser und Solarpanels auf Staudämmen: Mit diesen und weiteren Ideen will das Jugendparlament der Alpenkonvention, das Mitte März 2026 in Chamonix/F tagte, die Klimaresilienz in den Alpen stärken.
Stephan Tischler, CIPRA Österreich
Standpunkt: Gut geht, wer ohne Spuren geht
Staus, Lärm, Abgase: Dieses Problem haben neben dicht besiedelten Ballungszentren auch alpine Regionen durch den immer noch bei weitem dominierenden Anteil des motorisierten Verkehrs. Dabei wüssten wir längst, wie es anders geht, meint Stephan Tischler, Verkehrswissenschaftler an der Universität Innsbruck und Vorsitzender von CIPRA Österreich.
Almen im Spannungsfeld zwischen Klimawandel und Nutzungsvielfalt
Ein Lehrgang für Multiplikatoren zum Thema „Schutz der alpinen Ökosysteme auf Almen“ zur Förderung von Biodiversität, nachhaltigem Tourismus und Konfliktminderung im alpinen Raum
Veranstaltungen
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Grönland - Alles wird anders | Alpines Museum der Schweiz, Bern/CH | |
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Webinar: Die Reise des Wassers | online | |
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Workshop der Rechtsservicestelle Alpenkonvention: Energielandschaft Alpen - Rechtsfragen zwischen Beschleunigung und Alpenschutz | Medizinische Fakultät der JKU Linz | Raum LEH 207 | Krankenhausstraße 5, 4020 Linz | |
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CIPRA Forum 2026: Wie viel Tourismus ist genug ? | PROGR, Raum «Kleine Bühne» Waisenhausplatz 30, 3011 Bern | |
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Bundesamt für Naturschutz Gartengespräch | München |
Projekte
CIPRA International
FLOW-BIOS
Im Umgang mit alpenweit steigenden Hochwasserrisiken leisten naturbasierte Lösungen einen wichtigen Beitrag, doch dafür braucht es Flächen, die oft in privater Hand sind. Deshalb untersucht das Projekt FLOW-BIOS gemeinsam mit österreichischen und schweizerischen UNESCO-Biosphärenreservaten, wie naturbasierte Lösungen auf privaten Flächen erfolgreich umgesetzt werden können.
CIPRA International | CIPRA Italien
Future Soil Literacy – BodenZukunft
Gesunde Böden spielen eine grundlegende Rolle im Klimaschutz. Dennoch übersehen Entscheidungsträger: innen und die Öffentlichkeit immer noch häufig diese wertvolle Ressource. Das Projekt «BodenZukunft» vermittelt mit unterschiedlichen Methoden Wissen und Werkzeuge, um diese Bewusstseinslücke zu schliessen.
CIPRA International
Alpine Changemaker Network
Wie kann man die ökosoziale Transformation im Alpenraum voranbringen? Das Projekt «Alpine Changemaker Network» verbindet alpine Traditionen, die sich in zeitgenössischer Kunst, Kultur und Design spiegeln, mit aktuellen Ansätzen zur Bewältigung globaler Krisen.
